Was ist ein System-1 KI-Modell?
In den letzten Wochen machen sog. System 1 Modelle immer mehr von sich reden. Auslöser war Jev – ein Modell der Firma Tyrpesafe, welches besonders durch seine enorme Geschwindigkeit bei gleichzeitig sehr niedrigen Kosten auffällt.
Ein System-1 KI-Modell, wie zum Beispiel Jev, ist auf schnelle und klar begrenzte Entscheidungen spezialisiert. Es schreibt keine langen Texte und führt keine umfangreichen Denkprozesse durch. Stattdessen beantwortet es eine konkrete Frage direkt – zum Beispiel:
- Ist diese E-Mail dringend?
- Gehört dieser Vorgang zu Kategorie A, B oder C?
- Ist dieses Dokument auffällig?
- Soll dieser Prozess freigegeben oder geprüft werden?
Jev liefert dabei eine strukturierte Entscheidung, häufig ergänzt um eine Wahrscheinlichkeit. Dadurch kann die Software das Ergebnis sofort weiterverarbeiten.
Ein klassisches großes Sprachmodell, wie es von den vielen KI-Agenten verwendet wird, arbeitet umfassender.
Es liest Texte, formuliert Antworten, plant mehrere Schritte und nutzt gegebenenfalls weitere Werkzeuge. Das ist sehr leistungsfähig, benötigt aber mehr Rechenzeit und verursacht höhere Kosten.
Ein System-1 Modell ist deshalb oft deutlich schneller und günstiger, wenn es um viele wiederkehrende, klar definierte Entscheidungen geht. Es muss nicht jedes Mal einen langen Text erzeugen oder einen komplexen Denkprozess durchlaufen.
Zusammengefasst:
Ein klassisches Sprachmodell ist ein vielseitiger Experte.
Ein System-1 Modell ist ein sehr schneller Spezialist.
Das bedeutet nicht, dass System-1 Modelle grundsätzlich besser sind.
Sie sind besonders dann sinnvoll, wenn eine Aufgabe klar beschrieben werden kann und immer wieder ähnlich abläuft.
Meine persönliche Definition ist, dass System 1 Modelle eine Mischung aus klassischen Machine Learning Modellen mit aktuellen Large Language Modellen sind. D.h. man kann zwar Text als Input eingeben, welcher auch universell (im Falle von Jev) „verstanden“ und ausgewertet wird, jedoch erzeugt das Modell keinen Text, sondern trifft sehr schnell Entscheidungen auf Basis dessen, was man ihm vorgibt.
Warum System-1- und System-2-Modelle zusammengehören
Die größte Stärke entsteht, wenn man beide Modelltypen sinnvoll miteinander verbindet. Man nennt das auch Model routing.
Das schnelle System-1 Modell übernimmt die vielen einfachen und häufigen Fälle. Es sortiert, prüft und entscheidet innerhalb kurzer Zeit.
Nur wenn ein Vorgang unklar, ungewöhnlich oder besonders wichtig ist, wird ein leistungsfähigeres System-2 Modell hinzugezogen.
Auf diese Weise kann man bis zu 80% der bisher benötigten Tokens eines System 2 Modells einsparen und gleichzeitig die Verarbeitungsgeschwindigkeit um ein vielfaches erhöhen.
Ein typischer Ablauf sieht so aus:
- Das System-1 Modell prüft den Vorgang.
- Bei einem eindeutigen Ergebnis wird der Prozess automatisch fortgesetzt.
- Bei Unsicherheit oder einem besonderen Risiko übernimmt das System-2 Modell.
- Das System-2 Modell führt eine ausführlichere Analyse durch oder bittet einen Menschen um eine Entscheidung.
So werden die Vorteile beider Ansätze verbunden.
Geschwindigkeit und geringe Kosten bei Standardfällen, kombiniert mit gründlicher Analyse bei schwierigen Fällen.
Warum i and me mit LIGHTMAN der richtige Ansprechpartner ist
Das Team von i and me verbindet technisches Verständnis mit einem klaren Blick auf die Anforderungen von Ihrem Unternehmen.
Wir wissen, wann ein schneller System-1-Ansatz sinnvoll ist, wann ein System-2 Modell benötigt wird und wie beide Modelle sicher zusammenspielen können.
Dabei betrachten wir nicht nur die Leistungsfähigkeit der KI, sondern auch den Schutz Ihrer Daten. Unternehmenskritische Informationen sollten nicht unkontrolliert in externe oder außereuropäische Cloud-Systeme gelangen.
Deshalb prüfen wir, welche Aufgaben lokal ausgeführt werden können – zum Beispiel mit lokalen System-1 Modellen, wie laya.
Mit LIGHTMAN verbinden wir Ihre Unternehmensdaten, System-1 Modell und System-2 Modell bzw. KI Agent, wie z.B. IBM Bob, Claude Code, CoPilot, etc. SICHER und EFFEKTIV miteinander!
So entstehen Lösungen, bei denen Geschwindigkeit, Kosten, Sicherheit und Datenschutz Hand in Hand gehen.
Das Ziel ist eine KI, die im Alltag zuverlässig unterstützt, ohne dass Unternehmen die Kontrolle über ihre wichtigen Daten verlieren.
So funktioniert die Verbindung
Das System-1 Modell prüft zunächst jede Rechnung auf einfache Merkmale:
- Ist der Lieferant bekannt?
- Stimmen Rechnungsnummer und Betrag?
- Gibt es eine passende Bestellung?
- Liegt der Betrag innerhalb der üblichen Grenzen?
Wenn alles passt, wird die Rechnung automatisch freigegeben.
Findet das System-1 Modell jedoch eine Unstimmigkeit, wird die Rechnung an das System-2 Modell übergeben. Dieses untersucht den Vorgang genauer, vergleicht frühere Rechnungen und kann weitere Unternehmensdokumente einbeziehen.
Das System-2 Modell wird also nicht für jede Rechnung eingesetzt, sondern nur für die Fälle, bei denen eine gründlichere Prüfung sinnvoll ist. Genau dadurch entsteht die Verbindung:
System 1 prüft schnell den Normalfall.
System 2 übernimmt den Ausnahmefall.
So bleibt der Prozess schnell und kostengünstig, während unklare oder möglicherweise fehlerhafte Rechnungen trotzdem sorgfältig geprüft werden.
Sie sind an der sinnvollen und sicheren Nutzung von System 1 KI Modellen interessiert?
Kein Problem!
Einfach ausfüllen und absenden und wir vereinbaren einen Termin mit Ihnen.
